RTL und professionelle Berichterstattung
Nachdem ich die "äußerst professionelle Berichterstattung" von RTL über die Gamescom gesehen habe,
kam in mir die Frage auf, ob das nun der letzte Aufschrei nach Aufmerksamkeit eines Anbieters des Mediums Fernsehen, welches durch das Internet und die Spiele langsam immer mehr an Bedeutung verliert.
Oder ist es doch nur der Versuch, die Teile der Bevölkerung, die noch nicht den Zugang zu diesen Medien gefunden haben, davon abzuhalten, sie zu nutzen.
Was auch immer es ist, es ist ein Glanzbeispiel für all das, was man bei einer solchen Reportage falsch machen kann.
Das Niveau eines gewissen Boulevardzeitungs-Verlages aus Berlin wurde jedenfalls durch die Vorführung und Beleidigung der Besucher der Gamescom deutlich untertroffen.
Dies sage ich nicht als einer dieser "ungepflegten Jugendlichen, die sich lieber ein Spiel als einen Rasierer von ihrem Taschengeld kaufen", sondern, da es mich erschreckt hat, dass RTL nach der Kritik, die es dafür erntete auf das Mittel der Zensur zurückgreift und massenweise Videos von Youtube löschen lässt, die das Ganze dokumentieren.
Dies scheitert nun daran, dass für jedes gelöschte Video geschätzte 8 neue Videos mit demselben Inhalt auftauchen.
Wie war das nochmal mit Artikel 5 des Grundgesetzbuchs? Ich sehe den Teil zur Zensur, sowie der Wahrung der persönlichen Ehre angegriffen.
Das Ganze artete von Spott in blanken Hohn aus, als RTL ihre Feedback Seite kurzerhand offline nehmen und zu guter letzt behaupten, dass die Gamer-Community humorlos wäre!
Update 1: Offensichtlich lässt sich dieses Gesetz so auslegen, dass es sich bei diesem Beitrag nicht um einen Angriff gegen die persöhnliche Ehre der Vorgeführten verstoßen hat. Bericht Medienanstalt prüfte RTL-Beitrag
Neuen Kommentar schreiben